Flughafen-Sphexizität (…und täglich grüßt die Wespe)

Was haben Menschen, Politiker zumal, und gewisse Wespen gemeinsam? Zumindest eine unheimliche Fähigkeit, nämlich die, aus Fehlern nicht zu lernen. Die Wespen können es allerdings nicht; die Politiker schon, wenn sie wollten. (Jedenfalls nehme ich das, wenngleich mit Zweifeln behaftet, zu ihrem Vorteil an.)

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Flughafenland ist abgebrannt

Eigentlich war‘s das, oder? Vergessen Sie alles, was Ihnen offizielle und inoffizielle Flughafenbefürworter in den letzten Jahren erzählt haben. Sie sind mit ihren irrwitzigen Höhenflug-Phantasien komplett gescheitert. Bruchlandung. Es ist inzwischen alles, wirklich alles auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet. Regionalökonomische Studie? Take-Off-Konzepte I, II, III des Bürgermeisters Saxe (der – ausgerechnet! – demnächst wiedergewählt werden möchte)? Alles nur noch Schrott, der im übrigen auch noch Geld gekostet hat. Zudem finden sich selbst in der hiesigen Monopolpresse Andeutungen über „Unregelmäßigkeiten“ der früheren Geschäftsführung. Aber Vorsicht: auf dem Ponyhof Flughafen gibt es noch jede Menge tote Pferde, die man versuchsweise reiten könnte. Der neue Geschäftsführer hat dafür schon mal fünf bis sechs Jahre veranschlagt.

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Kieler Giftpille zu Kaffee und Schnittchen

War da was? Drei erwachsene Männer leben Sandkastenphantasien ihrer Kindheit aus und schippen, als Bob der Baumeister in dreifacher Ausfertigung verkleidet, symbolisch Sand. Wieso Presse und Fernsehen immer noch auf solche inszenierten Symbolfotos ohne jeden Informationsgehalt, also auf ein geradezu absurdes Theater, reinfallen, mag sich dem aufgeklärten Beobachter kaum erschließen. Dabei gab es während des Termins zu Baubeginn des neuen Instrumentenlandesystems in Lübeck durchaus Interessantes zu hören und zu lesen.

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Olle Kamellen (II): Hamburg und/oder PPP

Wenn mal wieder zu offensichtlich wird, daß es aus eigener Kraft nicht klappt mit dem Lübeck International Airport, heißt die Standard-Ausrede seit Jahren „Hamburg Fuhlsbüttel“. Auch vom neuen Flughafen-Geschäftsführer Dr.-Ing. Friedel, bei dessen Berufung seine Kontakte zum Hamburger Flughafen eine wesentliche Rolle gespielt haben dürften, hört man Ähnliches.

Er selbst setzt auf Hamburg. Am Flughafen dort hat er 14 Jahre lang gearbeitet – und weiß: Die Kapazitäten des Airports sind begrenzt. Bisher haben die Hamburger Lübecks Flughafen allerdings mehr als Konkurrenten denn als Partner gesehen. „Das muss ja nicht so bleiben“, sagt Friedel.

Lübecker Nachrichten, 22./23. April 2011, Lokalteil Lübeck, Seite 10

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Schwimmbäder und Subventionen

Dieser Artikel enthält ungenaue Zahlenangaben und ist überholt. Genauere Zahlen in dieser Angelegenheit entnehmen Sie bitte dem Artikel Subventionen unter der Lupe: 300 € pro Lübeck-Tourist oder gleich der PDF-Datei zum selben Thema.

 

Über staatliche Subventionen läßt sich trefflich streiten. Um deren generellen Sinn und/oder Unsinn soll es hier nicht gehen, wohl aber um Prioritäten im Subventionsabbau in Zeiten des Sparzwangs. Mit zehn Euro, erregte sich unlängst Dr. Raimund Mildner von den Bürgern für Lübeck (BfL), würde jeder Schwimmhallenbesuch in Lübeck durch Subventionen gefördert. Das mag so sein; diese griffige Zahl täuscht aber über Details hinweg und ist reiner Populismus, der in der Diskussion nicht weiterhilft. Machen wir doch mal die Gegenrechnung für den Sozial-Flughafen auf!

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Vom wahren Glauben abgefallen

Noch jemand scheint vom rechten Glauben an den Tourismus-Magneten Flughafen abgefallen zu sein. Einem ersten Bericht von HL-Live zufolge plant der Stadtverkehr Lübeck, Blankensee statt wie bisher alle 20 Minuten künftig nur noch alle 60 Minuten mit einer Busverbindung zu bedienen. Na schön, warten wir mal auf den Aufschrei der Flughafen-Fans – auch in der Bürgerschaft, die die Pläne absegnen müßte.

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Neues vom toten Pferd

Erinnern Sie sich an den Klassiker vom toten Pferd? Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt angeblich: „Wenn Du entdeckst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ Jens Gundermann hat das schon 2009 sehr schön für den hiesigen Flughafen durchdekliniert. Hier ist meine Fortschreibung für 2011, größtenteils in Bezug auf die jüngsten Entwicklungen.

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Ausbau light genehmigt – der Rest ist momentan Wunschdenken

Was kriegt man, wenn man böhmische Dörfer mit Potemkinschen Dörfern kreuzt? Richtig, Böhmkesche Dörfer. Die tauchen immer mal wieder in der Umgebung des Flughafens Lübeck auf, so auch am Dienstag (15. März 2011) in der hiesigen Monopolpresse. Da wurde jubiliert, als sei auf einmal das Paradies auf Erden ausgebrochen. Erweckt wurde zunächst der Eindruck, der Ausbau der Sozial-Rollwiese wäre gerichtlich komplett und endgültig genehmigt worden – und daß er nur 4 Mio. Euro kosten würde:

Erfolg auf der ganzen Linie für den Lübecker Flughafen. Jetzt kann es sofort mit dem vier Millionen Euro teuren Ausbau losgehen. Die Airport-Chefin [Böhmke] ist hochzufrieden.

Das habe das Oberverwaltungsgericht Schleswig (OVG) so entschieden. Daß das so nicht zutreffend (sondern völliger Blödsinn) war, beweist allein die Tatsache, daß die hiesige Monopolpresse an etlichen Folgetagen Erklärartikel nachschieben mußte, in denen sich der „Erfolg auf der ganzen Linie“ dann doch stark reduziert, nämlich auf einen im Vergleich zu den gigantomanen Ausbauplänen relativ bescheidenen Teilbereich.

Die volle Wahrheit blieb man den Lesern allerdings bislang schuldig. Hier die Erklärung des wirren Propaganda-Spuks, die die hiesige Monopolpresse leider bislang nicht zu liefern in der Lage war.

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