Langweilig!

Auf die Gefahr hin, daß es langweilig wird: nicht alles, was in den Lübecker Nachrichten (oder anderen Tageszeitungen) steht, ist korrekt. Teile von Artikeln können formal korrekt und trotzdem irrelevant sein. Manchmal liegt die Wahrheit in der Mitte – und manchmal ganz woanders. Tut mir leid: hier ist mehr LN-Bashing. Es muß sein.

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Zweierlei Maß?

Am 20. Februar berichteten die Lübecker Nachrichten unter dem Titel „Kronsforder sauer über teure Leitungen“, daß auf einige Grundstückseigentümer im Stadtteil wegen der Verlegung neuer Schmutzwasserleitungen Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro zukommen. Grund: das sei eben gesetzlich so vorgeschrieben. Das ist vermutlich korrekt und konsequent – aber wo bleibt die konsequente Haltung der Stadt, wenn es um die Entwässerung des Flughafens geht? Da wird stattdessen vor dem Betreiber gekuscht.

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Alle Jahre wieder: Frachtflüge

Der (nicht mehr so) neue Geschäftsführer der Lübecker Landewiese, Siegmar Weegen, äußert sich erstmals etwas ausführlicher, erzählt auf den ersten Blick aber nicht viel Neues. Vielleicht sollte das alles auch etwas einschläfernd wirken, um vom einzigen Knallbonbon abzulenken: Frachtflüge – nun also doch? Trotz aller gegenteiligen Beteuerungen gerade von Weegens abgesetztem Vorgänger?

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Prof. Amars wunderbare Welt der Schwerkraft

Ich weiß nicht, warum ich mich ausgerechnet im schönsten Frühjahr an die Weihnachtsmärkte in meiner Kindheit erinnere. Vor allem an den netten älteren, etwas beleibten Herren, der Wundertüten für eine Mark das Stück verkaufte. Was drin war, wußte man vorher nie. Ein ähnlich üppiges Sortiment bietet auch der Empfänger der Lübecker Flughafen-Schenkung, Prof. Mohamad Rady Amar, an. Da war bisher die Rede vom Flughafen, von einem neuen Abfertigungsgebäude, einem oder mehreren neuen Hotels, einer eigenen Fluggesellschaft, Cafés, einem „Factory Outlet“ für Mode und Kliniken für Schönheits-Chirurgie – bis hin zu Wellness-Angeboten im Wald bei Absalonshorst. Nicht zu vergessen die eigene Produktion von Kleinflugzeugen vor Ort. Außerdem wird der VfB Lübeck gesponsert. Das volle Programm! Und jetzt kommt auch noch eine Glasfaserfabrik dazu. Fehlt eigentlich nur noch ein wunderbares Möbelhaus in Genin-Süd.

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Die 20-Mio.-Nullnummer

Ich hoffe, unser Bürgermeister ist nicht allzu verstimmt, wenn ich mir seinen letzten Wahlkampfslogan für diesen Blog ausborge (er braucht ihn ja nicht mehr): Weiter geht‘s! So viel geändert hat sich nicht. Es gab einen Eigentümerwechsel am Flughafen. Nicht der erste, na und? Ernsthafte Risiken für die Hansestadt bleiben trotzdem bestehen. Was sich geändert hat: es dürften neue Risiken hinzugekommen sein, und – ach ja – statt Sozialflugplatz ist jetzt ein Premium Airport angesagt. Willkommen im Jahr 2013. Zum Jahresbeginn geht es um die angebliche Zusage des „Investors“ 3Y und seines Geschäftsführers Dr. Amar in Höhe von 20 Mio. Euro für einen Flughafenausbau, die nach derzeitigem Kenntnisstand lediglich ein Lippenbekenntnis ohne jede Rechtswirksamkeit ist.

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Überholt

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, daß sich der Ausbau der Landewiese Lübeck inzwischen von selbst erledigt hat? Da hieß es im Planfeststellungsbeschluß unter dem Datum 27. Februar 2009 beispielsweise:

Die Planung … dient der Deckung eines konkreten, durch die vorgelegte Fluggast- und Flugbewegungsprognose nachgewiesenen Bedarfs.

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Selber schuld? Giftmüll und Lärm

In den Lübecker Nachrichten vom 26. November 2011 (Druckausgabe, Seite 2) kommentiert Oliver Vogt geplante Asbest-Transporte zur Sondermülldeponie Rondeshagen (völlig zurecht) mit markigen Worten: da spielten „fadenscheinige Gutachten“ eine Rolle, das ganze sei „ein starkes Stück“ und „fahrlässiger Irrsinn“. Was das mit dem Flughafen zu tun hat (von offensichtlichen Zusammenhängen wie fadenscheinigen Gutachten usw. mal abgesehen)? Stellen Sie sich vor, der Kommentar hätte stattdessen gelautet: „Die Rondeshagener sind selber schuld! Wieso ziehen die in die Nähe einer Giftmülldeponie? Da wird‘s nun mal giftig. Das hätten die doch wissen müssen!“

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Die Eurofighter-Affäre (Teil II): Sondermüllflughafen Blankensee

Im ersten Teil dieses Artikels ging es um die Lärmproblematik von Eurofighter-Flügen als jüngstes und vielleicht bestes Beispiel dafür, wie Fluglärm unter dem Motto „die sind doch ganz schnell wieder weg“ grob fahrlässig schöngeredet wird – eine Scheinargumentation, die oft auch schon in Bezug auf kommerzielle Passagiermaschinen zu hören war, dadurch aber nicht richtiger wird. Zugegeben, die derzeit angekündigte Anzahl der Eurofighter-Flüge pro Jahr ist gering. Nur handelt es sich hier um einen Präzedenzfall, der um so schwerer wiegt, als daß er verdeutlicht, daß der Flughafen sich an frühere Zusagen offenbar nicht mehr halten will – und womöglich einen Status als Sondermüllflughafen anstrebt.

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