Lübeck – Frisches Geld für den Flughafen: Gnadenfrist bis Mitte Mai / Lübeck / Lokales – LN – Lübecker Nachrichten

Der insolvente Airport Lübeck kann weiter machen – bis Mitte Mai. Denn es gibt frisches Geld für den Flughafen aus dem Verkauf eines städtischen Grundstücks. Die Bürgerschaft hatte bereits Ende Januar auf das Vorkaufsrecht der Stadt für das Areal verzichtet -zugunsten des Flughafens

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10 Gedanken zu „Lübeck – Frisches Geld für den Flughafen: Gnadenfrist bis Mitte Mai / Lübeck / Lokales – LN – Lübecker Nachrichten“

  1. Die jetzt auf dem Tisch liegenden Zahlen lassen mich dann aber doch schon grübeln – Danke für den Anstoss!

    Wenn in 20 Jahren 68 Millionen Euro investiert wurden und man sucht sich die Verkehrszahlen mit insgesamt rund 7,1 Millionen Passagiere zusammen, dann hat die Stadt aus einer Unternehmerbrille pro erfolgreichem Kundenereignis einen Invest von etwas über 9,50 Euro getätigt. Ich kenne jetzt den Faktor aus der Kundengewinnung in diesem Bereich Luftfahrt nicht, aber regulär bewegt sich der kostenträchtige Interessent-Kunde Faktor zwischen 7 und 12. Eine Kundengewinnung auf der Basis von Investitionen in der Größenordnung von 1 Euro pro Interessent ist eher Ausdruck einer 1-Euro Mentalität, der Missachtung und führt bestimmt nicht zu einem qualitativ ansprechenden und tragfähigen Geschäft. Für eine Betätigung im Bereich der Infrastruktur und Tourismus ist das extrem wenig und kaum ein erfolgreicher Unternehmer wird je so wenig investiert haben.

    Wollte die Stadt wirklich jemals ernsthaften Luftverkehr?
    Oder hat der Bürgermeister „Flughafen-Lotto“ gespielt?

  2. Solch ein scheiß . Wieder wird Geld verbrannt. Bergreift den keiner in der Bürgerschaft das es sinnlos ist diesen Flughafen am Leben zuerhalten . Ein Flughafen dieser Größe ist nie Rentabel. Es ist klar das Hr. Pannen das Personal reduzieren muss , alleine schon um die Kosten zu senken . Nun bin ich aber gespannt was der Hr. Pannen wieder aus seinem Zylinder zaubert . Ihm ist es ja scheissegal ob der neue Investor überhaupt in der lage ist ein Tragfähiges Konzept auf den Tisch zu legen . Hauptsache er bringt den Air Port an den Mann . Und nach mir die Sintflut. Wie heißt es so schön bei Paulchen Panther ! Keine Sorge noch ist nicht alle tage abend , ich komme wieder keine Frage .

    1. Das mit dem Geldverbrennen muss man wohl vorsichtig sehen. Wenn die berichtete Summe von 68 Millionen Euro Ausgaben der Stadt seit 1997, also 20 Jahren, für den Flughafen richtig ist, dann hat die Stadt ganz sicher insgesamt einen Gewinn aus dem Betrieb geschlagen. Gegen veranschlagte MuK Sanierkosten von aktuell was, 22 Millionen ?, ist das auch fast schon ein Schnapper.

      1. Dann werden Sie uns sicherlich sagen können, an welcher Stelle im Haushalt dieser „Gewinn“ auftaucht. Nochmal: die Frage war „In welcher Höhe hat die Stadt seit dem Jahr 1997 Steuermittel für den Flughafen Lübeck aufgewendet?“ Da kann man gerne konkrete Steuereinnahmen gegenrechnen (nicht irgendwelche Phantasien von wegen, Bratwurstverkäufer am Flughafen hätten ja auch Steuereinnahmen generiert). Bitte, nur zu! Wir warten gespannt.

        1. Gegenfrage, wie viele Passagiere wurden in Summe 1997 bis 2016 abgefertigt? Ich schätze mal der einfachen Rechnung wegen 6,8 Millionen. Genaue Zahlen haben sie sicher in ihren akribisch geführten Katakomben, oder? Mal völlig abgesehen von den Bratwurstverkäufern, Umsatz-, Einkommen- und anderen Steuern, Notar- und Rechtsanwälten, dem Kaffee den die Segelflieger im Bruchpilot getrunken habe und allem andere – wenn jeder dieser Passagiere nur 10 Euro in Lübeck gelassen hat, die sonst woanders hingegangen wären, dann hat sich das gerechnet, oder?

          Es ist politisch nie gewollt gewesen den von ihnen angemahnten „Gewinn in den Büchern“ ausweisen zu können, die dafür notwendige Tranparenz würde jede politische Macht in große Nöte bringen.

          1. Ich gebe Ihnen in einem Recht:

            Tranparenz [sic] würde jede politische Macht in große Nöte bringen.

            Ein großes Wort, gelassen ausgesprochen. Daher muß man über die uralten Milchmädchenrechnungen bezüglich am Flughafen verzehrter Bratwürste u.ä. auch gar nicht weiter diskutieren. Die sind ohnehin nur Ablenkung.

          2. Trotzdem eine kleine Ergänzung, um mal den immer wiederholten Denkfehler bei den ach so tollen Passagierzahlen aufzuzeigen. Nach allem, was man weiß, sind 85% der Passagiere Menschen aus der Region gewesen, die zum Urlaub ins Ausland geflogen sind. Wo haben die während der Zeit wohl ihre Bratwürste verspeist? Vielleicht mal eine am Flughafen kurz vorm Abflug oder nach der Rückkehr, aber die dortigen Bratwurstverkäufe waren offenkundig nicht für eine Finanzierung der Landewiese ausreichend.

            Und bevor ich das vergesse: praktisch jeder Reisende taucht in der Statistik doppelt auf: einmal als Einsteiger, einmal aus Aussteiger. Für eine realistische Betrachtung der Zahl der tatsächlich Reisenden muß man die Passagierzahlen durch 2 teilen.

            Wer andern eine Bratwurst brät, der braucht ein Bratwurstbratgerät.

          3. Knapp 26.000.000 € Restschuld 2016, über 2.600.000 € Zins und Tilgung ds. Jahr, Altlasten vom „Weltstadtflughafen“, dazu zuletzt über 6.000.000 € Verlust im Jahr. Wenn jeder Passagier 10 € „bringt“, dann müssten es 2016 mehr als 860.000 Paxe werden. Stimmen Sie mir, nach Ihrer oben dargelegten Gewinnberechnung zu ?

            Das passt alles nicht. Die Verluste werden bleiben, da hilft kein schönrechnen.

          4. „Passagiere“ ist eine Kurzform von Passagierereignis und ein Mensch, der einmal zum Flughafen für seinen Mallebombertransport fährt und dann zurück, macht zwei Bewegungen. Volkswirtschaftliche Effekte sind leider nicht auch gleichzeitig betriebswirtschaftliche Umsätze des anbietenden Unternehmens. Schon mal ganz blöde und wahrscheinlich gleich wieder mit vielen negativen Gummipunkten belegt, nur her damit – fährt der Fluggast mit seinem Auto einmal aus der Stadt Lübeck zum Flughafen, dann sind das mindestens 10 km nach Blankensee – bei 50 Eurocents pro Kilometer für die Kosten der Autonutzung sind das schon mal volkswirtschaftliche 5 Euro pro Fluggastbewegung, nur eben nicht in der Kasse des Flughafens und auch nicht vollständig in der Kasse des Finanzsenators Lübecks.

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