Zuckerbrot und Peitsche: Abgang der Segelflieger

Die Segelflieger des Aero-Club von Lübeck haben endgültig keinen Platz mehr am Lübecker Flughafen und gehen ins Exil nach Wahlstedt – halb gelockt von einem geldwerten Zuckerbrot, halb getrieben von einer Schikane-Peitsche. Mal wieder rückt, nach jahrelangem Hin und Her, die Frage in den Mittelpunkt: was um Himmels Willen macht das Vereinsgelände des ACvL so begehrt? Denn im Kern dürfte es genau darum gehen.

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Tausend Jahre Quark

Wir werden uns in den nächsten zwei Wochen wohl noch auf mehr Reklame zum tausendjährigen Flughafenjubiläum einrichten müssen. Am Sonntag war das hiesige Monopolblatt dran, allerdings auf einer redaktionellen Doppelseite. Da wird einerseits die Vergangenheit der Landewiese nicht gerade bejubelt, andererseits das Märchen vom netten Onkel Winfried, der mal eben einen Flughafen kauft und damit die Region beglückt, nicht ernsthaft hinterfragt.

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Halle Luja in F-Moll

Die Tage der einsturzgefährdeten Halle F auf der Landewiese könnten gezählt sein. Derzeit wird offenbar alles herausgerissen, was noch im Inneren vorhanden war, nachdem die Halle offiziell bereits im Frühjahr 2014 geräumt wurde. Ich höre die Fanboys und -girls schon jubeln ob der Tatkraft ob des Investors. Doch Vorsicht: nach allem, was man weiß, gehört ihm die Halle gar nicht, sondern der Hanselstadt™ Lübeck. Und das wirft Fragen auf.

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Großer Beschiß mit kleinen Zahlen

Die Übernahme der hiesigen Landewiese durch König Winfried I. von Blankensee sowie der anliegenden Ortschaften Groß Grönau, Groß und Klein Sarau liegt nunmehr über ein Jahr zurück. Mir scheint es konvenient, dieses Jubiläum nicht in einem einzigen Beitrag zu würdigen, was Seiner Majestät auch kaum gerecht werden würde, sondern mit einer Artikelserie zu begleiten, die sich bis Anfang September zum Start der Feierlichkeiten zu „1000 [eintausend] Jahre Flugplatz Lübeck“ erstreckt. Ich beginne mal ganz zwanglos mit dem Gesetz der Kleinen Zahlen, und dem daraus resultierenden Großen Beschiß.

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Jahresrückblick 2015 (Teil 1)

Demnächst können Sie hier den mehrteiligen Jahresrückblick 2015 lesen. Das muß leider sein. Zur Vorbereitung möchte ich im ersten Teil etwas weiter zurückgehen, nämlich bis zum Auftauchen des chinesischen „Retters“ der Landewiese Lübeck im Spätsommer 2014. Weil ich faul bin Im Interesse eines optimierten Leseflusses verzichte ich mal auf Quellenangaben. Sie finden sich allesamt in früheren Artikeln, oder fragen Sie bei Bedarf einfach danach.

Das Jahr 2014 war für die Landewiese recht turbulent. Doch wer gedacht hatte, daß alle die Absurditäten wie Firmenbestatter, Notgeschäftsführer und Insolvenz nicht zu toppen sein würden, dürfte von den Ereignissen des Jahres 2015 eines besseren belehrt worden sein. Schlimmer geht‘s nimmer? Von wegen!

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Vor zehn Jahren (Teil 2)

Sommer 2005 an der Lübecker Landewiese. Es brummt, es dröhnt, es heult. Bei oberflächlicher Betrachtung ein Flughafen „im Aufwind“ (um eine von Bratwurstjournalisten gerne verwendete Phrase zu bemühen) mit stark ansteigenden Passagierzahlen. Das Jahr 2005 stellte den Höhepunkt der Entwicklung dar, der gleichzeitig den Niedergang der Landewiese einleitete. Teil 2 der Wochenendlektüre.

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Vor zehn Jahren (Teil 1)

Sommer 2005 an der Lübecker Landewiese. Es brummt, es dröhnt, es heult. Fast im Stundentakt starten oder landen Linienmaschinen, allesamt von Ryanair. Oft genug kann man sogar zwei auf einen Streich fotografieren. Bei oberflächlicher Betrachtung ein Flughafen „im Aufwind“ (um eine von Bratwurstjournalisten gerne verwendete Phrase zu bemühen) mit stark ansteigenden Passagierzahlen. Das Jahr 2005 stellte den Höhepunkt der Entwicklung dar, der gleichzeitig den Niedergang der Landewiese einleitete. Denn es wurde auch klar: der Betrieb kostete immer mehr Geld.

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Erlebte Geschichte: Die Sache mit dem Kranich

Ein Zufallsfoto erinnert an eine Massenhysterie, die ein harmloser Vogel im Jahr 2005 unter schleswig-holsteinischen Politikern verursachte. Ein Musterbeispiel an kollektiver Realitätsverweigerung, wie man es im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr erwartet hätte.

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