Die Josephinenrechnung und andere Irrtümer – Die Hanselstadt™

In der Tat, flatulenteren Nonsens hat vermutlich noch nie in der Menschheitsgeschichte jemand vorzurechnen versucht als Josephine von Z., Lokalredakteurin der Lübecker Nachrichten, in ihrem Kommentar zum Ausgang des Bürgerentscheids „Lübecks Linden an der Untertrave leben lassen“.

Quelle: Die Josephinenrechnung und andere Irrtümer – Die Hanselstadt™

OFF TOPIC – Mal was ganz anderes…

Haben Sie, wie ich, die Schnauze voll von Hanselmännchen, Trollen, Bürgermeistern, Lokalpolitikern und Landewiesen sowie dem schnurrigen König von Blankensee, jedenfalls bis nach Neujahr? Von giftigen Baumhassern mit der Kettensäge am Gürtel sowieso, die total frustriert sind, weil sie an der Untertrave nun doch nicht loslegen können, und die Bevölkerung für doof erklären? Fernsehen kann ich als Ablenkung nicht empfehlen, da läuft sowieso nur Mist, und auch das Radio ist heutzutage kaum besser.

Aber wenn Sie jetzt Zeit haben und früher gerne Radio gehört haben… ich habe da etwas gefunden, was mir die Feiertage rettet. Die wohl größte private Sammlung von historischen Radiomitschnitten in Deutschland.

Hier geht’s gleich zum NDR (aber es sind auch jede Menge andere Sender vertreten):

<http://www.rias1.de/ndr.htm>

(Der Link funktioniert, auch wenn er durchgestrichen erscheinen sollte. Sch…technik.)

Reißwolf, Internationale Hitparade, Top Fofftein, Wunschkonzert, Rock’n’Roll-Museum… Stundenlanges Hörvergnügen!

Ich wünsche frohe und höchst nostalgische Feiertage.

Beitragsbild. hldg  / pixelio.de

 

Kettensägenmassaker vorerst abgesagt

Die Herren Bürgermeister Saxe und Bausenator Boden können die Motorsägen wieder einpacken lassen. Es war knapp, oberflächlich betrachtet. Laut vorläufigem Gesamtergebnis war der Bürgerentscheid „Lübecks Linden an der Untertrave leben lassen“ erfolgreich – mit 50,3% der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 23,2%. Aber was heißt „knapp“ bei diesem Kampf mit extrem ungleich verteilten Mitteln?

Quelle: Die Hanselstadt™ – Erbauliches aus der Hanselstadt™ Lübeck

Die Sache mit den Linden und der Flaniermeile

Die Lübecker Bürgerschaft hat in einer Sondersitzung am 2. November 2016 beschlossen, den Bürgerentscheid zum Erhalt der Winterlinden an der Untertrave am 18. Dezember durchzuführen. Viel Verwirrung gibt es dabei um die Frage, ob ein Votum für den Erhalt der Bäume gleichzeitig den Ausbau der Straße zu einer „Flaniermeile“ – vermutlich ein Euphemismus für „Außengastronomiezone“ – unmöglich macht, wie die Verwaltung behauptet; oder auch nicht, wie das Aktionsbündnis zum Erhalt der Bäume behauptet. Ich behaupte dagegen, daß es nur auf das ankommt, was auf dem Stimmzettel steht.

Quelle: Die Hanselstadt™ – Erbauliches aus der Hanselstadt™ Lübeck

Hamburg – Start für neue Basis: Ryanair setzt auf Hamburg – LN – Lübecker Nachrichten

ÜBERRASCHUNG 😉

Einst sollte in Lübeck ein Drehkreuz eingerichtet werden. Den Flughafen Blankensee haben die Iren aber definitiv nicht mehr auf dem Radar. Stattdessen wird jetzt das Angebot in Fuhlsbüttel ausgebaut.

Quelle: Hamburg – Start für neue Basis: Ryanair setzt auf Hamburg – LN – Lübecker Nachrichten

Und nochmal ÜBERRASCHUNG 😉

Auch vom Hamburger Flughafenchef Michael Eggenschwiler gibt es schlechte Nachrichten für die Nachbarstadt. Einer Zusammenarbeit mit Blankensee erteilt der Vorsitzende der Geschäftsführung am Airport eine Absage. „Ich sehe das nicht als eine Option“, sagt Eggenschwiler. Der Flughafen hätte seine eigenen Pläne. „Wir schauen auf uns.“

Überraschend ist daran natürlich gar nichts, das war alles absehbar. Vielleicht nicht für Lübecker Lokalpolitiker, aber die spielen ja sowieso in der untersten Liga 🙁

Die Sesamstraße spendet ihnen Trost:

Hmm… kann leider nur die englischsprachige Version finden.

Luftverkehr: Sommerflugplan 2017: Kassel Airport erwartet bald Klarheit

In wenigen Tagen will der angeschlagene Regionalflughafen Kassel Airport Klarheit über den Sommerflugplan 2017 haben.

Die Verhandlungen mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern seien in der Endphase, sagte Flughafen-Sprecherin Natascha Zemmin am Montag. Sie rechne damit, in dieser oder der nächsten Woche Ergebnisse liefern zu können. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und sind zuversichtlich, in der Sommersaison ab Ende April Flüge anbieten zu können“, erklärte sie.

Meine Fresse, wie peinlich ist das denn? Durchschaut niemand diesen Taschenspielertrick mit Alibi-Flügen, für die die Flughafengeschäftsleitung sehr wahrscheinlich viel Geld auf den Tisch legen muß, nur um die Existenzberechtigung ihrer Landewiese vorzutäuschen?

Das wird früher oder später auch in Lübeck (verbunden mit Forderungen nach staatlicher/städtischer Unterstützung) wieder passieren. Jede Wette.

Forderung nach Herabstufung des Flughafens: Was soll Calden leisten können? | Kassel Airport

Die Forderung nach Herabstufung des Kassel Airport kommt nun auch in der Stadtverordnetenversammlung auf den Tisch. Freie Wähler und Piraten beantragen, den Regionalflughafen in einen Verkehrslandeplatz umzuwandeln.

Quelle: Forderung nach Herabstufung des Flughafens: Was soll Calden leisten können? | Kassel Airport

Flughafen Lübeck: Jetzt kommt der Winfried | ZEIT ONLINE

Zwei Investoren verschwanden spurlos. Nun hat der Arzt Winfried Stöcker den Lübecker Flughafen gekauft. Was hat er vor?

Quelle: Flughafen Lübeck: Jetzt kommt der Winfried | ZEIT ONLINE

Aus der Rubrik Spaß zum Wochenende, leider etwas verspätet 🙂 Und weil ich sie m.W. noch nicht erwähnt habe, hier noch eine etwas ältere, aber kaum minder peinliche Jubelarie des NDR:

Winfried Stöcker – Retter des Lübecker Airports? (falls gelöscht: hier die archivierte Version)

 

Super! Verein protokolliert Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr, wo Behörden pennen

Erinnern Sie sich an den Vorfall aus dem November 2009, in dem sich das Dach eines Hauses in der Einflugschneise der Lübecker Landewiese spontan abdeckte, was mit einer Ryanair-Maschine im Landeanflug überhaupt nichts zu tun hatte (so versuchten das jedenfalls Flughafen-Fanboys schönzureden)? Was aus der Geschichte wurde, sprich: wer den Schaden bezahlt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Flughafen, Ryanair und Deutsche Flugsicherung bestritten jede Verantwortung für einen Landeanflug, der nach Augenzeugenberichten viel zu niedrig stattfand – und Beweise gab es wohl keine. Die Zeiten ändern sich: ein Verein namens Deutscher Fluglärmdienst e.V. kümmert sich um solche Fälle und liefert Beweise, wo Verantwortliche mauern und Behörden im Tiefschlaf schnarchen. Und Sie können ihm jetzt mühe- und kostenlos durch eine einfache Online-Abstimmung helfen.

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